Digitale Beweissicherung
Nicht nur das Ergebnis zählt, sondern sein dokumentierter Weg
Dokumentation
Was je nach Auftrag festgehalten wird
Der Umfang richtet sich nach der Fragestellung. Nicht jede Untersuchung erfordert jeden Schritt; welche Punkte erfasst wurden, ist im Gutachten ersichtlich.
Annahme und Ausgangszustand
Festgehalten werden Zeitpunkt der Übergabe, äußerer Zustand des Materials, Betriebszustand sowie vorhandene Kennzeichnungen, Siegel oder Beschädigungen.
Eindeutige Zuordnung
Jedes Gerät und jeder Datenträger erhält eine eigene Kennung. Seriennummern, IMEI, Modellbezeichnung und Speichergröße werden erfasst, damit spätere Aussagen einem konkreten Objekt zuzuordnen sind.
Übergaben und Zugriffe
Wer das Material wann übernommen hat und welche Personen Zugriff auf Kopien hatten, wird protokolliert. Zugriffe erfolgen im erforderlichen Umfang und nicht darüber hinaus.
Art und Umfang der Sicherung
Dokumentiert wird, ob eine physikalische, dateisystembasierte oder logische Sicherung möglich war, welche Bereiche erfasst wurden und welche technisch nicht erreichbar waren.
Integritätsprüfung
Wo es technisch sinnvoll ist, werden Hashwerte über Abbilder gebildet und nach der Sicherung erneut geprüft. Bei Systemen, die im laufenden Betrieb gesichert werden müssen, wird die eingeschränkte Reproduzierbarkeit offen vermerkt.
Eingesetzte Systeme und Versionsstände
Verwendete Hardware, Software und relevante Versionsstände werden notiert, weil Ergebnisse von der Werkzeuggeneration abhängen können.
Prüf- und Analyseschritte
Die wesentlichen Auswertungsschritte werden so festgehalten, dass eine fachkundige dritte Person den Weg zum Ergebnis nachvollziehen kann.
Einschränkungen
Verschlüsselte Bereiche, überschriebene Speicherbereiche, fehlende Zugangsdaten oder defekte Bauteile werden als Einschränkung benannt und nicht durch Annahmen ersetzt.
Relevante Feststellungen
Getrennt ausgewiesen werden technische Feststellungen, auffällige Indikatoren und die fachliche Bewertung. Schlussfolgerungen werden nur mit den Voraussetzungen genannt, unter denen sie gelten.
Arbeit auf Kopien
Untersucht wird nach Möglichkeit nicht das Originalmaterial, sondern eine gesicherte Arbeitskopie. Das Original bleibt, soweit technisch möglich, unverändert verwahrt, damit eine Nachprüfung möglich bleibt. Lässt sich eine Veränderung nicht vermeiden – etwa bei laufenden Systemen oder bei Geräten, die nur im eingeschalteten Zustand ausgelesen werden können –, wird dies begründet und dokumentiert.
Nach Abschluss richtet sich die weitere Behandlung des Materials nach dem Auftrag: Rückgabe, weitere Verwahrung für eine bestimmte Frist oder Löschung der Arbeitskopien.
Grenzen der Aussage
Eine sorgfältig dokumentierte Untersuchungskette erhöht die Nachvollziehbarkeit. Sie garantiert jedoch keine gerichtliche Verwertbarkeit. Ob ein Befund in einem Verfahren zugelassen und wie er gewürdigt wird, entscheiden ausschließlich die zuständigen Stellen oder Gerichte. AQON INTELLIGENCE erstellt den technischen Befund und dokumentiert ihn so, dass er überprüfbar bleibt; ein Sachverständiger ordnet das Ergebnis im Gutachten gutachterlich ein.
Geht es um eine konkrete Auswertung von Rechnern, Servern, Datenträgern, Protokollen oder Kontenaktivitäten, führt die IT-forensische Untersuchung diese Arbeit als beauftragbare Leistung aus.
Material sichern, bevor Spuren verloren gehen
Erreichbar Montag bis Freitag, 9 bis 19 Uhr.
